Topevents
Allgemeine Einschätzung
Krise gemeistert?
Seit mehr als 10 Jahren wies die Kurverwaltung regelmäßig in ihren Berichten auf die touristischen Auswirkungen der instabilen Arbeitsplatzsituation und der stetig steigenden Lebenshaltungskosten unserer inländischen Gäste hin.
Sie begründete damit die trendmäßig kürzeren Aufenthaltszeiten und das stetig rückläufige Konsumverhalten, insbesondere beim Umsatz in den Restaurants. Ebenso wurde auf die Wirkungen des Klimawandels und der sich verschlechternden Sicherheitslage bei unseren internationalen Mitbewerbern in den Mittelmeer- und Überseedestinationen hingewiesen und sich mit Sorge seit dem Beginn der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2008 über deren mögliche Auswirkungen auf die touristische Entwicklung unseres Ortes in den Folgejahren auseinandergesetzt. Dabei wurden im Ergebnis sowohl die Bedeutung unseres über viele Jahre erarbeiteten Alleinstellungsmerkmales als Künstlerort unterstrichen, als auch die Wettbewerbs-kriterien benannt, die für eine krisenunabhängige und erfolgreiche Zukunftssicherung als entscheidend zu werten sind. An der Einschätzung, dass Ahrenshoop als Seebad und Künstlerort gut gerüstet sei, um den Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise zumindest besser als unsere Mitbewerber zu widerstehen, hat sich auch in diesem Berichtsjahr nicht geändert. Ahrenshoop zählte bei den nationalen Gästen auch weiterhin zu den besonders beliebten Reisezielen. Erstmalig muss jedoch seit 2006, dem Jahr der geänderten statistischen Erfassung der touristisch gewerteten Unterkünfte in der Reha-Klinik, registriert werden, dass die Gesamtzahl an Gästen und an Übernachtungen rückläufig ist. Die Auswirkungen der Krise sind nun, zeitversetzt drei Jahre nach dem Beginn, auch in unserem Ort angekommen. Überlagernd ist gleichzeitig eine gewisse Sättigung der touristischen Entwicklung eingetreten. Künftige Steigerungen der touristisch relevanten Vergleichszahlen sind durch den weiteren Ausbau der Unterkunftskapazitäten nicht mehr möglich, da damit der Charakter des Ortes endgültig zerstört werden würde. Bleibt nach Ansicht der Kurverwaltung einzig der Weg, über eine qualifizierte, verstärkt witterungsunabhängige, Angebotsentwicklung. Unter Ausnutzung unseres vorhandenen attraktiven touristischen Potentials, von den kulinarischen Möglichkeiten über die Möglichkeiten unserer Kunsthäuser bis hin zu den Möglichkeiten unsere Natur zu erleben, begleitet von attraktiven Wellness-, Beauty- und Gesundheitsangeboten, sollte so unsere erreichte Wettbewerbsposition erhalten und ausgebaut werden. Stärker als bisher ist dabei die Zusammenarbeit der örtlichen touristischen Leistungsanbieter zu entwickeln, um mit den auf diese Weise entstandenen Produkten bei gezielten Aktionen erfolgreich zusätzliche Gäste zu bewerben.
