Topevents
Gäste- u. Übernachtungszahlen
Wie bereits zuvor dargelegt, weist die im Anhang dieses Berichtes vorgelegte Statistik erstmalig ein negatives Entwicklungsergebnis in den Kennzahlen „Übernachtung“ und „Gästeankünfte“ aus. An der im vergangenem Jahr aus dem Vergleich mit den Jahren 2000 bis 2009 gezogenen Schlussfolgerung einer eindrucksvollen Solidität unserer Entwicklung hat sich jedoch aus dieser jüngsten Jahresentwicklung nichts geändert.
Der für 2010 im Vergleich zum Vorjahr ausgewiesene Rückgang an Übernachtungen um 0,9 % auf 349.263 und an Ankünften um 1,4 % auf 56.492 ist in seiner Gesamtheit noch nicht dramatisch zu bewerten, jedoch setzen die Zahlen aus dem Bericht des Statistischen Landesamtes für die örtlichen gewerblichen Beherbergungsunternehmen erste Zeichen zur Aufmerksamkeit.
Im Vergleich mit den Schwankungen einzelner Orte unserer Region und den Zahlen im Landesdurchschnitt ist unsere solide Entwicklung und Stabilität weiterhin eindrucksvoll ablesbar.
Die im vergangenen Jahr erreichte Steigerung der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer um 0,2 auf 6,2 Tage konnte im Berichtsjahr bei der Auswertung aller Unterkunftsanbieter gehalten werden.
Nach unseren Erkenntnissen beläuft sich die Gesamtzahl unserer Gästeunterkünfte auf 2.426 Betten. Dabei wurde das im Verlauf des Berichtsjahres wieder eröffnete Hotel „Kurhaus“ mit 100 % seiner Kapazität berücksichtigt, obwohl erst im zweiten Halbjahr die volle Kapazität wirksam wurde. Wie die Gesamtzahl zu werten ist, dazu wurde bereits in den Vorjahren Ausführungen gemacht, an denen sich nichts geändert hat. Noch immer sind einige, insbesondere private, Vermieter aus steuer- und abgaberechtlichen Gründen bemüht, ihre tatsächliche Unterkunftskapazität zu verschleiern. Jüngste Erhebungen der Kurverwaltung belaufen sich in der Gesamtzahl sogar auf 2.531 Betten. Da diese Zahl jedoch immer noch im Abgleich mit den Abteilungen/Bereichen „Liegenschaften“ und „Steuern/Abgaben“ des Amtes Darß-Fischland ist, wurden sie noch nicht in die anliegende Übersicht übernommen.
In der Statistik der Herkunft unserer Gäste aus den deutschen Bundesländern konnte Berlin seine seit Jahren führende Position wiederholen. Gleiches gilt in der Reihenfolge der nachfolgenden drei Bundesländer „Sachsen“, Brandenburg“ und „Nordrhein-Westfahlen“. Kennzeichnend ist für alle im Berichtsjahr der Rückgang der Gästezahlen zwischen 2,5 % (Brb) und 8,0 % (NRW). Einzig aus dem eigenen Bundesland konnten in 2010 mehr Gäste als im Vorjahr begrüßt werden. Wir sehen in dieser Entwicklung eine Bestätigung der unter Punkt 1 gegebenen allgemeinen Einschätzung der touristischen Entwicklung. Für die Einwohner unseres Bundeslandes ist es effektiver geworden, für einen erholsamen verlängerten Wochenendurlaub einen attraktiven Erholungsort mit kurzen Anfahrtswegen auszuwählen, als die wertvolle „Freizeit“ auf den Straßen zu verbringen. Hier kann unser Ort auch künftig mit den zu entwickelnden Paketangeboten seine Chancen nutzen.
Leider konnte der Anteil an ausländischen Gästen im Berichtsjahr nur unwesentlich gesteigert werden. An ausländischen Gästen war erneut der Anteil der Schweizer mit insgesamt 530 Personen dominant. Gefolgt von den Österreichern (156 Gäste) und den Niederländern (55). Bemerkenswert ist der Anstieg der Gäste aus den Vereinigten Staaten. Mit 40 Personen können wir den 4. Platz in der Rangfolge registrieren. Insgesamt waren aus 29 Staaten ausländische Gäste aus allen Kontinenten vertreten. Ihr Anteil an der Gesamtgästezahl ist mit 1.021 Personen jedoch nach wie vor unbedeutend und beträgt lediglich 1,84 %.
